Herz-Jesu-Wallfahrt Hall in Tirol

25. Herz-Jesu-Wallfahrt Hall - EIN RÜCKBLICK

Herz-Jesu Wallfahrt Hall in Tirol
Am 23.08.2024 war es wieder soweit.

Heute, am Herz Jesu Freitag, lasse ich in großer Dankbarkeit vor dem Herrn im Allerheiligsten Altarssakrament, die Tage der 25. Herz Jesu-Wallfahrt aufleuchten. Gerne schreibe ich einen kurzen Bericht, worum ich von den Organisatoren dieser großen Wallfahrt gebeten worden bin. Diese Wallfahrt, die vom 22. 08. bis 24. 08. 2025 stattfand, waren Tage der Gnade und des Segens.

Ich bin überzeugt, es war Gottes Fügung, dass wir Herrn Pater Josef Haspel begegnet sind, der uns Schwestern Oblatinnen mit Begeisterung zu dieser Wallfahrt eingeladen hat. Sehr dankbar bin ich meinen Oberinnen, dass eine Mitschwester und ich an allen drei Tagen dabei sein durften.

Mit Freude im Herzen sind wir in einem vollbesetzten Bus, der aus Wien kam, mitgefahren. Schon bei der 1. Begegnung spürte man ein herzliches Willkommen sein. Eine von Gottes Geist erfüllte Atmosphäre des Gebetes, der Liebe und der Freude spürte man während der gesamten Wallfahrt, die durch gemeinsames Gebet und Gesang geprägt wurde. Unsere 1. Station war die Wallfahrtskirche Maria Plain, wo eine festliche Pilgermesse gefeiert wurde. Nach unserem Picknick in Gottes freier Natur, mit Blick auf die Stadt Salzburg, wurde die Fahrt nach Hall/Tirol fortgesetzt. Ich war wirklich innerlich erfüllt von dieser Vorfreude auf das intensive Gebet vor dem Heiligsten Herzen Jesu.

Dann war es soweit! Von rundherum kamen Pilger in Hall an, unter anderem auch aus Slowenien und aus Kroatien. In einer feierlichen Prozession zogen wir mit den Herz-Jesu Fahnen singend und betend in die Basilika ein, wo wir uns für die Vesper zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu versammelten. Sofort beim Betreten der Kirche fiel der erster Blick auf die große Herz-Jesu- Statue, die mit ausgebreiteten Armen zu jedem Kirchenbesucher sagt; „Komm zu mir mit allen deinen Sorgen und Freuden, denn in meinem Herzen ist für alles und für jeden Platz.“ Genau diese offene Haltung des Heiligsten Herzen Jesu hat auch mein Herz mit allen Anliegen, die ich mitgebracht habe, angerührt. Ich bin überzeugt, von dieser Herz-Jesu Darstellung wurden alle Pilger zutiefst berührt. Das konnte man immer wieder beobachten und wurde durch die Gebetshaltung der Wallfahrer ausgedrückt. Vertieft wurde die ganz besondere spirituelle Atmosphäre durch die innige Andacht der Töchter des Heiligsten Herzens Jesu, die dort in einem klausurierten Orden leben. Wir waren ergriffen von der Offenheit dieser Schwestern, die sogar die Gitter der Kirche öffneten, um uns ganz vorne in der Kirche Platz nehmen zu lassen. Der erste Wallfahrtstag fand seinen Ausklang mit einer Kreuzwegandacht in dieser Kirche der Franziskaner von Hall, wo den Pilgern auch mehrere Möglichkeiten zur Aussprache und zum Empfang des Bussakramentes angeboten wurden Der Höhepunkt des 2. Wallfahrtstages war die würdevoll gestaltete Festmesse mit dem Hauptzelebranten und Prediger Msgr. Dr. Leo Maasburg, der dafür aus der Erzdiözese Wien angereist war. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Herz Jesu Verehrung für das eigene Leben und führte als großes Vorbild Mutter Teresa an. Ein besonderes Geschenk war für die Gottesdienstteilnehmer die Nicolai-Messe von Josef Haydn, dargeboten von Chor und Orchester der Servitenkirche Innsbruck. Die Messtexte wurden bei allen Gottesdiensten in mehreren Sprachen vorgetragen, sodass auch die Pilger aus Slowenien und Kroatien die Sprache der Liturgie verstehen konnten. Durch das Weihegebet an das Herz Jesu wollten wir uns innig mit IHM verbinden.

Sehr beeindruckend war die Prozession durch die Stadt, bei der inbrünstig gebetet und gesungen wurde, angeführt durch das Kreuz und die Träger der Herz Jesu Fahnen. Vor dem Einzug in die Basilika beten alle gemeinsam ein Sühnegebet vor einem geschmückten Herz-Jesu Bild, dem in der Basilika der eucharistische Segen folgte. Während der Komplet mit den Töchtern des Heiligsten Herzens-Jesu, gab Frau Elisabeth Brameshuber ein beeindruckendes und erbauendes Zeugnis von ihrem Leben. Es war ein Tag der Gnade und des Segens für alle Pilger.

Es gab Zeit zum gemeinsamen und zum persönlichen Gebet, Zeit für Stille und für das Hinhören auf den Herrn im Heiligsten Altarssakrament, Zeit für Gespräche und zum Danken. Erfüllt von tiefer Freude und von innerem Frieden kehrten alle Pilger am Ende dieses Tages in ihre Unterkunft zurück Der Sonntagsgottesdienst wurde auf der Heimfahrt in der Pfarre Großgmain mit dem Hauptzelebranten P. Josef Haspel gefeiert. Beeindruckend predigte er besonders über die Anrufung: „Jesus, bilde unser Herz nach deinem Herzen!“ Nach einem gut organisierten Mittagessen ging die Reise wieder weiter in Richtung Heimat.

Ein großes Dankschön richte ich an Herrn P. Josef Haspel, an Frau Elisabeth Brameshuber und an Herrn Leo Führer für die ausgezeichnete Vorbereitung und Organisation dieser Jubiläumswallfahrt. Es gab nichts, was man hätte besser machen können. Diese Wallfahrt war eine segens- und gnadenreiche Pilgerreise, die mir sehr geholfen hat, die liebende Beziehung zum Herzen Jesu zu vertiefen. Es hat nicht an Freude gefehlt, und geprägt waren diese Tage auch durch die frohe, gesammelte, herzliche Haltung der Novizen aus dem Benediktinerkonvent Maria Roggendorf, die durch ihren wunderbaren Gesang und durch ihre liturgischen Dienste die Wallfahrt sehr bereicherten.

Es war meine erste Herz-Jesu-Wallfahrt, und ich hoffe, nicht meine letzte.
Wallfahrtskomitee Hall in Tirol
P. MMag. Josef Haspel OSB
2041 Maria Roggendorf 27
Tel. 02953 / 2589-36
Mobil: 0664 / 610 12 13