Herz-Jesu-Wallfahrt Hall in Tirol
Wallfahrt Hall Tirol

   Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

DIE HERZ-JESU-WALLFAHRT 2018
IM RÜCKBLICK

Herz-Jesu Wallfahrt Hall in Tirol


Ein Bericht über die Herz-Jesu-Wallfahrt nach Hall
Zum 18. Mal konnte eine Herz-Jesu-Wallfahrt nach Hall geplant, vorbereitet und vom 24.-26. August 2018 durchgeführt werden. Der Berichterstattung sind Grenzen auferlegt, denn es handelt sich ja um ein geistliches Ereignis, das als solches gewollt und angestrebt wurde, und das Handeln Gottes entzieht sich weithin unserer Beobachtung und erst recht jedweder statistischer, zahlenmäßiger Erfassung. Der Segen des Göttlichen Herzens lässt sich nur in Indizien erkennen und zur Sprache bringen, die zum Äußeren des Geschehens gehören und dann doch ein wenig den Blick in das Verborgen-Gnadenhafte freigeben.

Als erstes darf festgehalten werden, dass diese Wallfahrt ein schon deutliches internationales Gepräge an sich trug, denn nicht allein ein vollbesetzter Bus aus dem Burgenland war da unterwegs, gefolgt von einem weiteren mit Pilgern aus Wien, Nieder- und Oberösterreich und einer Gruppe aus Kärnten, sondern auch mehr als 50 Wallfahrer aus Kroatien und Slowenien. Als erster Versammlungsort diente allen die Basilika von Maria Plain in Salzburg. Aufs Neue wurde die Tatsache deutlich, dass es Aufgabe Mariens ist, ihre Kinder der Eucharistie und dem Herzen Jesu zuzuführen. Wie mächtig tönte der vielsprachige Gesang des „Zdrava Diva – O Maria“ (GL 960/961) an diesem Ort der Gnade, und wie schön war es, dass die Hauptzelebrant dieser hl. Messe, P. Josef Haspel OSB aus Maria Roggendorf, die Pilger je in ihrer Muttersprache ansprechen konnte! Die Inanspruchnahme von vier Hotels in Hall brachte nicht nur eine organisatorische Herausforderung mit sich; sie machte auch bewusst, dass diese Wallfahrt bereits zu einem Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden ist. An diesem Freitagabend war dann die Jesuitenkirche bei der Kreuzwegandacht so gefüllt, wie es in den Jahren zuvor noch nie der Fall war, und sieben Beichtväter erfreuten sich bei der Spendung des Bußsakramentes regen Zuspruchs. Am Sonntag-Morgen, als wir uns wie gewohnt zu einer „Statio“ beim Magdalenen-Denkmal am Stiftsplatz versammelt hatten, beschenkte uns die Bürgermeisterin der Stadt Hall, Frau Dr. Eva Maria Posch, mit einer freudevollen Überraschung: Sie war persönlich gekommen, um die Pilgergemeinde und den Wallfahrtsleiter zu begrüßen. Dafür sei ihr auch an dieser Stelle ein großes Vergelt’s Gott gesagt! Kinder überreichten dem Hauptzelebranten und Festprediger Blumen, und alle wussten das Kommen von Bischofsvikar und Kanonikus Lic.theol. Christoph Casetti aus Chur in der Schweiz dankbar zu schätzen. Die Herz-Jesu-Basilika war außerordentlich gut „gefüllt“, denn inzwischen war auch ein weiterer Bus mit Tagespilgern aus Oberösterreich eingetroffen. Regenschori Hubert Tonauer aus Innsbruck hatte es übernommen, mit Chor und Orchester der Servitenkirche der Landeshauptstadt die „Heilig-Messe“ von Joseph Haydn einzustudieren und sie in hoher Qualität, auch dank hervorragender Solisten, aufzuführen. Der Himmel öffnete sich, und es bestätigte sich, dass es doch möglich ist, der anderwärts bisweilen anzutreffenden liturgischen Banalität legitim entgegenzuwirken, denn obwohl diese Eucharistiefeier zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu zwei Stunden in Anspruch nahm, hat doch keiner darüber Klage geführt, sie sei zu lang gewesen.

In seiner Predigt schöpfte Domherr Casetti aus dem Gedankengut von Kardinal Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI., wie er es bei einem Vortrag beim Herz-Jesu-Kongress 1981 in Toulouse dargelegt hatte. Die Neubegründung der Herz-Jesu-Verehrung müsse erstens aus dem Dogma der Menschwerdung schöpfen, die Sinnenhaftigkeit der menschlichen Natur in ihrer Bedeutung für die Frömmigkeit neu ins Licht stellen und schließlich der Anthropologie und Theologie der Väter wieder neue Beachtung schenken.

Hatte es mittags noch den Anschein gehabt, der Regen mache nun eine längere Pause, so setzte er am Nachmittag erneut ein und verhinderte den traditionellen Umzug durch die Innenstadt. Das gläubige Bejahen dieses Verzichtes hat wohl mehr zur Ehre des Heiligsten Herzens beigetragen als die Verwirklichung der Wünsche vieler… So wurde das vorgesehene Beten und Singen in die Basilika verlegt und auch die Bläsergruppe unter der Leitung von Dr. Ebenbichler trug zum würdigen Gelingen dieser Andachtstunde nicht unerheblich bei. Nicht zuletzt: Die Schwestern des Hauses konnten in vollem Umfang an allem teilnehmen und freuten sich darüber, wie sie dann auch am Abend, gleich allen anderen, aufmerksame Zuhörerinnen der „Konferenz“ waren, die P. Bernhard Hauser OSB zum Thema „Herz Jesu, Opferlamm für die Sünder“ gehalten hatte. Wie Maria Plain war auch Großgmain bei Salzburg „Eckpunkt“ der Wallfahrt. Die hl. Messe fasste alles zusammen, bevor sich die Pilger wieder in Richtung ihrer Heimatorte zerstreuten, dabei viele Eindrücke und den Segen Mariens, der Mutter aller, mit sich nehmend.

„Danket dem Herrn, denn er ist gütig!“ Dank sei auch allen gesagt, die durch ihr Beten und ihr Helfen der Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt zur Ehre Jesu beigetragen haben.

P. Dr. Ildefons Fux OSB
Wallfahrtskomitee Hall in Tirol
P.Dr. Ildefons Fux OSB
Maria Roggendorf 27
2041 Wullersdorf
Tel. 02953 / 2589